AuIrnm ist ein Phänomen, das mir beim Vorlesen von Kinderbüchern oft aufgefallen ist und steht für Autor(in) und Illustrator(in) reden nicht miteinander. Es geht dabei um Text und Bild, die auf irgendeine, manchmal nicht sofort ersichtliche, Weise nicht zusammenpassen.

Warum mir so etwas auffällt? Das liegt einerseits daran, dass wir auch über das Gelesene reden und dabei natürlich auch über die zugehörigen Bilder. Andererseits liegt es vermutlich auch daran, dass ich ziemlich kleinlich und kritisch sein kann, wenn es darum geht, was meine Kinder zu hören bekommen.

Dabei geht es hier hauptsächlich um Widersprüche, die ich empfinde und aufklären will. Es ist zwar für die Kinder vermutlich nicht immer sofort nachvollziehbar, aber ich kann mich deutlich an einige Situationen aus meiner eigenen Kindheit erinnern, in denen ich einen Widerspruch wahrgenommen habe, den ich mir nicht erklären konnte, was mich damals ziemlich gestört hat.

Außerdem gibt es manchmal Informationen oder Darstellungen in den Büchern, die einfach falsch oder unvollständig oder zu einfach beschrieben sind. Man darf Kinder hier, denke ich, nicht unterschätzen. Noch dazu merken sie sich Dinge, die sie hören, relativ gut, auch wenn etwas nur einmal vorgelesen wurde. Jede oder jeder, die oder der schon einmal Kindern eine einmal spontan erzählte Geschichte ein zweites Mal erzählen sollte, weiß wovon ich rede. Allein deshalb sollte man sich beim Vorlesen (gerade von Sachbüchern) gut überlegen, ob man möchte, dass das Kind das Vorgelesene dann im Kindergarten wie seine eigenen Weisheiten wiedergibt.

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